Familienfreundlichkeit wird groß geschrieben!

Wie gehen wir mit Quedlinburger "Problemkindern" um?

Die Delikte von Kindern unter 14 Jahren - Zerstörung, Einbruch, Bedrohung - nehmen in unserer Stadt immer bedenklichere Formen an.

Immer mehr Bürger und Gäste der Stadt werden von diesen Kindern bedroht und geschädigt.

Wir wollen uns ab sofort dafür einsetzen, daß sich die Verantwortlichen von Stadt und Landkreis nicht länger resigniert zurücklehnen.

Hier ist eine behördliche Zusammenarbeit dringlichst erforderlich - unbürokratisch und ohne Resentiments zwischen den Jugendbehörden von Stadt und Landkreis. Oberbürgermeister und Landrat müssen dazu gedrängt werden, das Jugendamt, das Schulamt, die Jugendpfleger, Polizei und Kinder- und Jugendpsychiatrie gemeinsam an diesem Problem arbeiten zu lassen.

Es gibt in dieser Stadt ausreichend ambulante und stationäre Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen, die Probleme haben oder machen, und deren Familien arbeiten - leider oft genug noch gegen- statt miteinander.

Wenn diese Auseinandersetzungen dann auch noch publiziert werden, wird die Arbeit der einzelnen Einrichtungen immer wirkungsloser.

Bisher hat kein "Einzelner" die ideale Lösung parat. Das Spektrum reicht von "Wegsperren" bis "Erlebnispädagogik".

Wichtig wäre jetzt, daß gemeinsam ein Konsens gefunden wird!

Das Verhalten dieser Kinder ist nicht nur lästig und störend für ihre Mitmenschen, es gefährdet auch ihre Entwicklung. Ein 18-jähriger Krimineller ist schwer umzuerziehen.

Mitunter entsteht der Eindruck, daß wir als Erwachsene Angst davor haben, uns mit diesem Problem ernsthaft auseinanderzusetzen, da wir dann gezwungen wären, eigene Verhaltensweisen und Einstellungen zu überdenken. Unsere Kinder brauchen uns, um sich gesund entwickeln zu können. Ein hilfloses Schulterzucken "ich kann doch niemanden zwingen, in die Schule zu gehen oder das Stehlen zu lassen" hilft weder ihnen noch uns.

Angela Jäger