14.01.2010 - Kultur-, Tourismus- und Sozialausschuss

Die Sitzung begann aus gutem Grund im "Finkenhäuschen", dem langjährigen Sitz der mit viel Engagement und Liebe betriebenen Schülergalerie des Fördervereins der Feiningergalerie.

Im nicht öffentlichen Teil stand die Empfehlung an die Stadtverwaltung, an wen das Finkenhäuschen, welches kürzlich in den Besitz der Stadt Qudlinburg übergegangen ist, künftig vermietet werden soll.
Beworben hatten sich die Schülergalerie sowie der q-Artus-Verein, welchen zum Beispiel durch den größten Adventskalender am Schlossberg und die Präsentation von Filmen, die in Quedlinburg gedreht wurden, inzwischen viele kennen.

Beide Bewerber haben sehr gute Konzepte vorgestellt. Deshalb fiel die Entscheidung alles andere als leicht. Es war zwischen erfolgreichem Galeriebetrieb und einem äußerst professionellen neuen Konzept zu wählen.

Die Entscheidung fiel mit 5 zu 3 Stimmen für den q-Artus-Verein.

Mein Grund, auch für diesen zu stimmen, war vor allem die Sorge um eine langfristige und nachhaltige Nutzung dieses wichtigen Hauses für die Stadt Quedlinburg.
Während der q-Artus-Verein eine langfristige Nutzung anstrebt, zieht die Schülergalerie nach Fertigstellung in das sanierte Torhaus der Feiningergalerie (in 2-3 Jahren).
Damit würde grundsätzlich die Gefahr bestehen, dass zu diesem Zeitpunkt kein guter Bewerber zur Verfügung steht. Und nichts wäre schlimmer als Leerstand!

Nun ist es bei weitem nicht so, dass die Schülergalerie, an der uns auch viel liegt, 2 Jahre vor dem Nichts steht. Wir wären schlecht beraten gewesen, wenn wir uns nicht um Alternativen gekümmert hätten. Es wurde ein Kontakt mit der Lebenshilfe, dem Eigentümer des Weißen Engels, aufgenommen, der bereit ist, die Galerie dem Verein sogar für etwa den halben Mietpreis im Vergleich zum Finkenhäuschen zur Verfügung zu stellen. Das ist in unseren Augen sogar eine große Aufwertung der Schülergalerie.

Wir hoffen und wünschen den Schülern und den Betreibern, dass sie mit der Entscheidung - mag sie auch im ersten Moment enttäuschen - nicht lange hadern, sondern ihre efolgreiche Arbeit im Weißen Engel und später im Torhaus der Feininger-Galerie fortsetzen werden.

Steffen Kecke