Unsere Kandidaten - Thomas Loch

Seit Ende 2001 lebe ich in Quedlinburg. Mit Quedlinburg selbst hatte ich vor dem schon zu tun, so habe ich nicht nur mein Abitur an der Volkshochschule Quedlinburg 1989 abgelegt, sondern war auch von 1990 bis 1992 geschäftlich in Quedlinburg tätig.
In dieser Zeit gründete ich das Soziokulturelle Zentrum mit, welches sich in der ersten Hälfte der 1990iger Jahre in das Kulturzentrum Reichenstraße mit einbrachte und zu den Gründungsvereinen des Dachvereins Reichenstraße gehörte.

Seit Gründung des Vereins gehörte ich mit Unterbrechung dem Vorstand an. In diesen Jahren und besonders seit dem ich in Quedlinburg lebe, habe ich Quedlinburg kennen und mögen gelernt. Es ist eine wunderbare Stadt, welche neben einer bewegten Geschichte, auf ein reiches, kulturelles, von Höhen und Tiefen gezeichnetes Leben zurück schauen kann. Dabei ist besonders die bewegte Gegenwart, mit all ihren Widersprüchen und Entwicklungen, für meine Kandidatur ausschlaggebend, denn in dieser werden die Voraussetzungen für die Zukunft der Stadt geschaffen.

Zum Bürgerforum bin ich durch die Bürgerinitiative, welche den Kampf zum Erhalt der Quedlinburg Stadtwerke im kommunalem Eigentum erfolgreich geführt hat, gekommen. Dieser erfolgreiche Kampf einer außerparlamentarischen Opposition hat besonders deutlich gezeigt, wie notwendig es ist, in Quedlinburg politische Strukturen zu schaffen, welche solche Vorhaben von vornherein ausschließen und offen und transparent dem Bürger gegenüber sind. So sehe ich eine Notwendigkeit darin, das sich so viel Menschen wie möglich in Politik einmischen, einbringen und zur Entscheidungsfindung herangezogen werden.

In meinen fast 47 Lebensjahren habe ich viel erfahren können. Nach dem ich 10 Jahre eine Polytechnische Oberschule besucht hatte, erlernte ich einen Beruf, um anschließend, bis zur Einberufung zum Wehrdienst, in einem anderen Beruf tätig zu werden. Später übte ich die verschiedensten Tätigkeiten aus und legte 1989 das Abitur an der Volkshochschule in Quedlinburg ab. Die Veränderungen 89/90 gingen auch an mir nicht spurlos vorüber und bescherten neue Erfahrungen. So war ich über 10 Jahre auf den verschiedensten Gebieten selbstständig (was auch immer in dieser Gesellschaft unter Selbständigkeit verstanden wird) tätig, bis ich dem Streben nach Veränderung nachgab und im Unternehmen meiner Frau anfing zu arbeiten. In den letzten Jahren wechselten die Tätigkeiten häufiger, wobei es keine untätigen Menschen gibt, selbst wenn diese ohne abhängige Beschäftigung sind. Dieses blieb auch mir nicht erspart, genauso wenig wie zeitweiser Bezug von ALG II, welches in eine relativ sinnlose und die wirtschaftlichen Grundlagen der Gesellschaft ruinierende, Praktikumsmaßnahme führte. So reift der Entschluss ich mir, letztendlich freischaffend tätig zu werden.

Auf Grund meines bisherigen Lebens, kann ich also auf umfangreiche, praktische Erfahrungen, auf den verschiedensten Gebieten des sozialen, wie wirtschaftlichen Lebens, unter sich ständig verändernden Umständen und Blickwickeln, zurückgreifen. Dieses, in Verbindung mit der Fähigkeit sich schnell in neue Aufgabengebiete einzuarbeiten, wird der Tätigkeit eines Abgeordneten, genauso wie meinem Engagement in der Bürgerinitiative, sicher nicht abträglich sein.

Thomas Loch (Freidenker)